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Der Blick zurück…

Und es gibt diese Tage – Du blickst zurück auf das, was einmal war. Momente aus der Kindheit, Du siehst sie so klar vor Dir. Ja beinahe so als würdest Du sie gerade nochmals erleben, erneut durchlaufen. Du siehst Dein kindliches Ich am Tisch sitzen und versuchst herauszufinden, was Du damals in jenem Moment gedacht haben magst. Du siehst Dich selbst lachend durch die Wiesen und Felder laufen. Dieses junge Wesen, dieses Lachen – die pure Freude. Dagegen wirkst Du heute alt. Ja vielleicht so als hättest Du die meisten Jahre Deines Lebens bereits gelebt. Und weiter ziehen Deine Gedanken durch die Jugend. Das Kind – Du hast es schon lange zurück gelassen. Überspringst die Jahre der gefühlten Sorglosigkeit und blickst auf das Chaos. Dieser Zustand zwischen Kindheit und Erwachsensein. All die zerbrochenen Scherben auf dem Boden, all die Stücke die Du so oft versucht hast zu einem großen Ganzen zusammen zu setzen. Egal, wie viel Zeit Du damit verbracht hast, nie hat es vollkommen gepasst, nie waren alle Scherben verbaut. Die Jugend geprägt von Abenteuern und Magie. Gefühlt war die Zeit unendlich, sie schien nie zu enden. Die Nächte wurden durch gemacht. So viel gesehen und so viel erlebt. Mit jedem Tag der sich dem Ende neigte hat man sich auf das Morgen gefreut. Einsamkeit ein Fremdwort und zugleich immer spürbar. In Mitten der Freunde und doch nicht angekommen. All die gemeinsamen Stunden, sie hätten Geschichte schreiben können. Versöhnung und Streit so unendlich nah beieinander. Heute und Morgen fühlten sich so ähnlich an. Doch dann für wenige Sekunden überkommt sie Dich die Angst vor dem, was kommen mag. Während Du jetzt so auf all die Facetten der Jugend zurück schaust, fragst Du Dich vielleicht, wie es wäre noch einmal dorthin zurück zu gehen. Noch einmal einen Fuß vor den anderen zu setzen. Noch einmal in den Tag hinein leben. All diese Stunden der Gemeinsamkeit, heute vielleicht eingetauscht gegen die Zweisamkeit. Bei dem ein oder anderen vielleicht auch gewählte Einsamkeit. So viel Energie auf die Vergangenheit gelenkt, das Heute aus den Augen verloren und das Morgen ist noch so weit entfernt. Langsam Schritt für Schritt fokussierst Du Dich wieder auf das Hier und Jetzt. Kommst an der heutigen Zeit und spürst sie. All die Energie und Kraft, all die Erinnerungen und dieses gewisse Gefühl. Viele Jahre bereits gelebt und ausgefüllt – weitere Jahre des Lebens liegen noch vor Dir. Ein Blick in den Spiegel. Wie wirst Du sie füllen? Was wirst Du mit diesen endlosen Stunden anfangen? Wirst Du noch einmal lachend durch Wiesen und Felder laufen? Der Sorglosigkeit entgegen? Wirst Du noch einmal die Nächte zum Tag machen und einfach abwarten, was passiert? Oder bist Du eher der Typ der sich Tag für Tag an die To-Do-Liste klammert? Das Ziel immer vor dem Auge, Haken dahinter und weiter geht es auf dem Kurs Richtung Erfüllung? Was erfüllt Dich wirklich? Die Haken hinter all diesen Abenteuern? Das gewisse Gefühl von einem besonderen Moment? Mit wem teilst Du all Deine Geschichten? Oder erzählst Du sie nur Dir selbst? Liest sie Dir Abend für Abend erneut vor und wartest vielleicht darauf, dass diese Seifenblase zerplatzt? Frei nach dem Motto: „Willkommen in der Realität“? Egal, wie oft Du in den Spiegel schaust. Egal, wie oft Du nochmal Deine Kindheit durchlebst. Egal, wie oft Du auch noch eine Träne über die vergangene Jugend vergießt. Es sind alles Deine Erinnerungen. All das ist Dein Leben. Das Gute sowie das Schlechte. All die Freude – all die Tränen. Es gehört zu Dir – es ist Teil Deines Lebens. Niemand kann es Dir jemals leben. Also sage zu Dir selbst, dass Du diesen Weg im Leben gehen kannst. Du kannst es schaffen – nur Mut. Schreibe Deine eigene Geschichte und schaue wo die Reise eines Tages enden wird. Sei Du selbst – jeden Tag!

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Verfasst von - 26. November 2017 in Allgemein

 

Im Raum der Zeit

Deutschland – 2017

Sicherlich kennt ihr es, die Hektik im Alltag. Alles genau geplant, alles kalkuliert. Gerade in den Morgenstunden muss alles laufen, jede Minute steht für einen Punkt des Tages. Die einen sie haben noch die Zeit für ein Frühstück, andere geben sich lediglich mit dem Kaffee am Morgen zufrieden und beginnen dann ihren Tag. Für mich gibt es nichts stressigeres als nach dem Aufstehen in Eile zu seien, meistens quäle ich mich dann doch frühzeitiger aus dem Bett. Ich möchte die Zeit nicht nur für das Notwendige nutzen und irgendwie tut man meistens trotzdem nur genau das. Nur die Dinge die nötig sind, um für die Arbeit fertig zu werden. Jeder hat seine Routine, ganz persönliche Gewohnheiten und doch sehen wir uns alle bestimmt, dass es wenigstens mal an einem Tag unter der Woche anders laufen könnte. Einmal mehr in den Tag hinein leben, wenn auch nur für 10 Minuten. Und dann irgendwann macht man sich auf den Weg, auch hier spielen wir mit Zeit. Die wenigstens Menschen planen wohl immer die extra Minuten ein, wenn die Ampel mal wieder rot ist oder der Verkehr stockend ist. Wahrscheinlich ist man dann doch häufiger eher knapp dran als ständig zu früh. Seit ein paar Tagen nehme ich nicht mehr den Zug, fahre mit Absicht einige Minuten mehr mit dem Bus. Der Zug als Zeitersparnis der Fahrzeit hat zwar irgendwo einen Vorteil – Einsteigen – 3Minuten fahren – aussteigen. Der Bus hingegen braucht fast 20 Minuten. Ich fühle mich jedoch entspannter bei der Ankunft, nur gehetzt durch die Menschenmassen im Zug. Hier treffe ich oft auf die vollkommen Gestressten, auf Termindruck und Hektik. Schweigen gemischt mit der Anspannung auf den Gesichtern. Dagegen erscheint der Bus eher leer. Maximal 10 Sitzplätze sind gefüllt. Das bekannte Schweigen ist vorhanden, jeden Morgen. Die Gesichter etwas entspannter, absolute Stille im Bus. Meine Gedanken ziehen an mir selbst vorbei, wie die Wiesen und Wälder an den Busfenstern. Gelegentlich überschlagen sie sich. Nicht immer gelingt es mir sie wieder einzufangen und direkt zu ordnen. Ein Chaos an Bildern – gepaart mit Emotionen und Fragen. An der Haltestelle angekommen springe ich der kalten Brise entgegen. Ziehe den Reißverschluss noch höher, die Mütze tiefer. Los geht es, jetzt noch 15 Minuten zu Fuß. Mit dem Fahrrad wären es lediglich grobe 5 Minuten. 5 Minuten in denen ich aber nicht viel von meiner Umgebung mitbekomme, 5 Minuten nur um anzukommen. Ich gehe stets den gleichen Weg und schaffe Platz für all die Gedanken – gebe ihnen den Raum den sie brauchen. Möglichst unauffällig versuche ich die Umgebung zu beobachten, Eindrücke und Bilder aufzunehmen. Jeden Tag laufe ich am Krankenhaus vorbei, niemals fühle ich mich dann wirklich frei. Aus dem Augenwinkel erhasche ich eine Szene. Ein Mann steht auf Fenster. Sein Blick geht in die Ferne. Er wirkt so gedankenverloren. Er wirkt traurig. Was mag ihm durch den Kopf gehen? Welche Gedanken machen sich in seinem Kopf breit? Nehmen den Platz ein und versuchen die Oberhand zu gewinnen? Was für eine Geschichte würde er erzählen? Was ist das für ein Mensch, der dort am Fenster steht? An einem anderen Tag stehen zwei Schwestern im Zimmer, sie unterhalten sich. Beide sehen recht jung aus. Ich halte kurz inne. Ihre Gesichter wirken angespannt, sie wirken bedrückt. Was mag ihren Alltag bestimmen? Was mögen sie in den kurzen Stunden des Tages schon erlebt haben? Ich frage mich, was ihre ganz persönliche Motivation für ihren Job ist. Welche Gedanken begleiten sie bei den Schritten über die Flure? Was würden sie berichten über diesen Alltag? Die Fenster des Krankenhauses sind immer hell erleuchtet, manche Zimmer jedoch vollkommen verlassen. Lediglich die Vorhänge und Möbel zieren das Zimmer. Mein Blick wandert, während ich gehe, umher. Eine alte Frau liegt ihm Bett, es steht so nah vor dem Fenster als wäre man direkt anwesend, wenn man den Weg dort entlang läuft. Jemand sitzt an ihrem Bett – Schutzkleidung und Mundschutz. Die Person sie sieht aus als würde sie weinen. Die Hände umschlingen die der alten Frau. Was mag dort vor sich gehen? So viel Traurigkeit und Abschied geballt in einem Raum? Ein Kloß in meinem Hals, ich gehe schneller. Ich mag keine Krankenhäuser. All diese beklemmenden Emotionen, Trauer, Hoffnung und Abschied so nah beieinander. Die Tage sie müssen sich ziehen wie Kaugummi und eines Tages dann reißt es einfach entzwei. Ich stelle mir diese Tage langweilig vor und doch intensiv. Was muss einem im Kopf herum schwirren? Womit beschäftigt man sich? Die positiven Gefühle gibt es für mich glaube ich nur auf der Geburtsstation. Nach dem Schmerz das Gefühl von Liebe, Freude, Glück und Zukunft. Der Ort, wo das Leben wohnt und die ersten Atemzüge nimmt. Doch auch hier warten die verschiedensten Geschichten – diverse Autoren. An manchen Tagen riskiere ich einen Blick auf das Café vom Krankenhaus. Fast immer ist es leer. Ganz selten sitzen Menschen am Tisch. Vereinzelt Kleingruppen. Worüber mögen sie sprechen? Ihre Gesichter sprechen nicht wirklich, so wenig Emotionen die abzulesen sind und doch bewegen sich die Münder reg. Was mag dort vor sich gehen? Und dann der Kontrast dazu. Lebendiges Treiben vor dem Krankenhaus und bei der Bankanlage. Patienten und Gäste miteinander im Gespräch. Lachen, Lautstärke und Lebendigkeit. Ist hier die Freiheit so nah? Selbst dann, wenn ich meinen Schal noch enger Wickel, die Hände in die Jackentaschen stecke und noch immer friere, versprühen diese Menschen draußen soviel Emotionen und meine Gedanken explodieren. Könnte ich doch einfach mal anhalten und Besucher ihrer Runde sein, abtauchen in diese andere Welt die gerade ihr Leben begleitet – vielleicht bestimmt. Und so gehe ich weiter meinen Weg, kurz hinter der Kurve rück das Krankenhaus in die Ferne. Ich beende meine inneren Dialoge und lasse meinen Blick durch den Park wandern. Das Herbstlaub vermehrt sich auf dem Boden. Klar und deutlich ist zu erkennen welches Laub alt ist. Es ist festgetreten auf dem Asphalt. Immer mehr kann ich die Struktur vom Blatt erkennen, immer mehr löst es sich auf. Abschied – so nah. Bald wird dieses Blatt und viele andere verschwunden sein. Daneben die Blätter die, vielleicht erst vor wenigen Sekunden, auf dem Boden gelandet sind. Ihnen steht all das von Prozess noch bevor. Sie warten, befinden sich auf dem Kurs Richtung Abschied und Verschwinden. Sie haben ihren Beitrag zum Leben und zur Natur für diese Saison geleistet. Mit dem Gedanken an die Blätter gehe ich weiter meinen Weg…

 
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Verfasst von - 25. November 2017 in Allgemein

 

Ein Meer aus Stimmen

2016 – Ghana – Ada

Und manchmal, da ist es einfach da – dieses Meer aus Stimmen. An einigen Tagen da gleicht es einem stillen, sachten Rauschen. So befreiend und angenehm. Doch plötzlich, bei mir meist gegen Abend, schlägt es um. Es wird gar zu einem Sturm. Die Flut, sie trägt die Stimmen immer näher an einen heran. Bis all das Gewirr au Worten zerbricht – an einer imaginären Wand zerschellt. Klippen aus Vertrauen, Glaube und Zuversicht. Die Worte sie prallen ab, oft – aber doch nicht immer. In manchen Momenten, meist dann, wenn ihr Rauschen und ihr Klang angenehm ist, dann höre ich ihnen zu. Lasse sie an mich und mein Inneres heran. Alle Stimmen – die „Guten“ sowie die Negativen. Ich denke nicht, dass sie schlecht sind, sie sind eben nur nicht so förderlich, wie die „Guten“. Manche dieser Stimmen raten mir dich aufzugeben. Es sei verrückt so viel Zeit in dich zu investieren, ja sie an dir zu verschwenden. Ich soll dich ziehen lassen und einfach nach vorne schauen. Es wird schon wieder etwas Neues kommen. Geduld solle ich mit mir haben und mit dir, dann würde ich dich vergessen. Einige Stimmen sind sehr stark, sie meinen mit dir riskiere ich zu viel, ich könne nur verlieren. Aber ist dem so? Raubst du mir wirklich Zeit und Energie? Bist du der Grund warum ich manchmal einfach nur rennen – davon rennen mag? Ist es wahrlich falsch an dich zu glauben, wenn du doch so viel Positives in mir hervor bringst? So lange die Stimmen noch ein Rauschen sind dürfen sie gerne klingen. Setzt der Sturm ein, dann ziehe ich die Mauern hoch. Denn starker Wind der dich einfach wegreißen mag, kommt mir nicht gerne vor die Füße. Gegen den Sturm kämpfe ich an, manchmal hilft ehrlich gesagt nur noch die Verdrängung. Der Abstand dazu. Manche dieser Stimmen erklingen aus wahrer Sorge, sie wollen lediglich mein Bestes. Andere ertönen aus Liebe, sie sind stets bemüht, dass es mir gut geht. Dass ich weiß, wo ich im Leben stehe und dass ich die Wege gut beschreiten kann. Die Worte aus Liebe sind oft verbunden mit Vertrauen und einem Stück Freiheit dich „behalten“ zu können, mit dir – ja dich leben zu können. Wieder rum andere Worte ergeben sich aus der puren Ahnungslosigkeit. Sie können es nicht verstehen und begreifen, was ich an dir so schätze, was mich immer wieder zu dir zurück zieht. Vielleicht hätten sie ja auch gerne solch einen Magneten, solch eine Magie in ihrem Leben? Ich weiß es nicht. Bisher bin ich eher daran gescheitert ihnen dich zu erklären, dich vorzustellen und begreiflich zu machen. Die Stimmen die ich am meisten verabscheue von allen sind die aus Egoismus. Nein, ich möchte ihnen nicht vollkommene Boshaftigkeit unterstellen. Auch sie haben ihr Recht auf sein, auf Existenz und darauf gehört zu werden. Doch diese Stimmen, sie schmerzen von allem am meisten. Was bringt es mir dem Egoismus dieser Stimmen zu folgen? Wohin würde er uns beide führen? Je öfter diese Stimmen erklingen und je massiver sie werden, desto eher gehe ich auf Abstand. Wahrscheinlich, so erkläre ich es mir, steckt hinter der Mauer aus Egoismus, eher Angst. Aber ich glaube dafür gibt es keinen Grund. Denn wenn die Angst einen Platz haben müsste, dann in mir und nicht in einem von den Gefährten in meinem Leben. Aber du nimmst mir die Angst, die klaren Bildern von dir, sie machen Mut. Und daher lausche ich doch lieber den realistischen Stimmen. Denen die mir den Weg weisen. Die Begleiter die es schaffen mir Freiheit mit Sicherheit zu vermitteln, die manche Schritte mit mir gemeinsam gehen. Stimmen voller Liebe und Mut. Worte die Aufmuntern und ja, ab und an mit mir gegen Stürme kämpfen. Die „Guten“ sind mir so viel lieber, sie sind kostbar. Und doch hege ich beide Facetten wie einen Schatz, ich gebe ihnen den Raum. Nicht immer freiwillig und wohlwollend, aber mein Ohr haben sie. Mit Gegenwind müssen sie aber auch rechnen, nicht immer, aber gelegentlich. Bisher habe ich die negativen Stürme gut verkraftet, ab und an vermehren sich die positiven Stimmen. Ich lasse mir dich – meinen Traum vom Leben und Sein- nicht nehmen! Eines Tages komme ich dir – meiner Vorstellung wie mein Lebensweg aussehen mag- Stück für Stück näher. Bis es soweit ist lausche ich gerne dem Meer aus Stimmen, den sachten und sanften Wellen. Ja, und gelegentlich auch dem Sturm…

 

 
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Verfasst von - 5. November 2017 in Allgemein

 

Wohin der Weg auch führen mag…

2015 – Ghana

Ihr Lieben, kennt ihr das – die Frage nach dem Weg im Leben? Den Platz, welchen man eines Tages einnehmen wird? Gedankenchaos am Wochenende und so viele unsortierte Ideen, Fragen die sich dazwischen drängen und dieser Wunsch es einfach niederzulegen. Die Gedanken ziehen lassen…

Derzeit gehen mir immer wieder die Fragen durch den Kopf, woran man wirklich erkennt, welchen Weg das Leben für einen bereit hält? Kann man wirklich von dem einen Weg sprechen oder sind es vielleicht doch eher die vielen verschiedenen Wege aus denen sich, dann irgendwann nach Jahren, dieser eine ganz besondere Weg zusammen setzt? Nicht immer läuft es eben im Leben, nicht immer ist alles rund, bunt und nicht ständig voller rosa Wolken. Jeder kennt sie die Träume oder die Vorstellungen die schon das ein oder andere Mal, wie Seifenblasen zerplatzt sind, oder? Ja, vielleicht gab es Momente, in denen man am liebsten irgendwo weinend in der Ecke sitzen geblieben wäre, die Scherben von etwas Alten, gerne wieder zusammen gefügt hätte? Wir alle kennen Sekunden, Stunden oder gar Tage an denen wir vor Ideen und Energie nur so sprühen. Wir könnten Bäume ausreißen und sehen die Dinge klar vor uns. Wir wissen genau wohin wir gehören und welchen Weg wir gehen wollen. Wir haben urplötzlich nicht nur den Wunsch, sondern auch die Kraft, einfach unsere eigenen Schritte zu machen. Ganz egal, was andere darüber denken. Kein Gedanke daran, wie jemand über uns urteilen mag. Wir gehen unseren Weg, so wie wir glauben, dass er richtig ist. Doch woher weiß man, in den eher dunklen Stunden, dass dieser Weg noch immer der Richtige ist? Ist es wirklich unser eigenes gestaltetes Ziel dem wir folgen oder doch den Worten und Vorstellungen der anderen Menschen um uns herum? Ich frage mich an manchen Tagen, woran ich wirklich erkennen kann, ob die Schritte, die ich Tag für Tag voreinander setze, wirklich die Schritte sind die mich dahin führen werden, wo ich einmal ankommen mag? Vielleicht braucht es einfach nur ein wenig mehr Vertrauen? Oder doch jemand der die Segel setzt und bestimmt? Doch eigentlich möchte ich nicht wirklich das Andere das Ruder in die Hand nehmen. Ich möchte erfahren und herausfinden, welchen Plan das Leben für mich hat und nicht ständig bloß meine eigenen Pläne machen und krampfhaft an Etwas festhalten, was eher der Plan von jemand Anderem ist. Ich möchte mich fallen lassen in das Abenteuer, oder besser die Abenteuer, die das wahre Leben so mit sich bringt. Ja, wir werden wohl nie vollkommen überblicken können, was das Ganze ist und was irgendwann kommen mag. Aber müssen wir das überhaupt? Würde uns all das Wissen, all die Sicherheit wirklich vorwärts bringen und wahrlich glücklich machen? Ich bezweifle es. Je mehr ich darüber nachdenke, wie mein Leben mit 60 oder 70 Jahren vielleicht sein wird, desto mehr engt es mich ein zu entscheiden. Desto mehr frage ich mich, was der Sinn von all dem ist? Ist der Sinn des Lebens einfach nur zufrieden und glücklich zu sein? Oder eine Menge Geld zu erwirtschaften und sich das ein oder andere leisten können? Wahrscheinlich ist der Sinn im Leben und das was Leben sinnhaft macht für jeden Menschen dieser Welt etwas ganz anderes. Das ist meiner Meinung nach gut so. Vielfalt ist doch das, was alles bestimmt und ausmacht. Daher denke ich auch, dass es nicht nur den einen Weg im Leben gibt oder geben muss. Es ist für mich eher eine Verbindung von Wegen, Tälern, Bergen, Kreuzungen und ja manchmal auch Sackgassen. All das gehört dazu, wenn man sich auf die Suche macht und wenn man einfach schaut, wohin einen die Wellen trägen. Welcher Wind einem in die Ohren rauscht. Ich bin längst nicht an irgendeinem Ziel angekommen, wenn man überhaupt von Zielen sprechen sollte. Doch trotz all der Fragen, glaube ich, dass ich auf einem guten und sich gut anfühlendem Weg bin. Die Abzweigungen die sich noch auftuen werden, werden sich sicherlich meistern lassen. Zuversicht ist da und das Vertrauen und der Glaube an das Gute. Es wird eventuell ein ungewöhnlicher Weg, aber er wird begehbar sowie gehbar sein…

 

 
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Verfasst von - 4. November 2017 in Allgemein

 

Veränderungen brauchen Zeit

Hallo ihr Lieben,

ich hoffe, dass es Euch gut geht und ihr die Herbstzeit genießt.

Viele Monate ist es hier sehr ruhig gewesen. Irgendwie war Stillstand und dann urplötzlich habe ich mich dazu entschieden gehabt, alles zu verändern. Nochmal von vorne anzufangen – etwas zu ändern. Wie genau ich den Blog erstellen werde, weiß ich während ich hier schreibe noch nicht. Aber irgendein Ergebnis wird sicherlich dabei herauskommen.

Es wird bestimmt etwas Zeit in Anspruch nehmen, vielleicht wird es Parallelen zu dem Alten geben, vielleicht entsteht aber auch etwas ganz anderes. Für die Lieben unter Euch, die es noch nicht wissen. Ich lebe seit ein paar Monaten wieder in Deutschland – Stillstand und Veränderung zugleich. Einfach etwas anders als zuvor.

 

Lasst uns gemeinsam schauen, wohin uns der Weg hier führen wird.

Ich wünsche Euch einen schönen Tag.

 
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Verfasst von - 1. November 2017 in Allgemein